Lions Club

Olpe-Kurköln

Siegener Zeitung vom 23. März 2018

Wichtig für Pflege der Historie

OLPE Lions Club Olpe-Kurköln spendete insgesamt 24 500 Euro an Kapellenvereine

  • Dirk Rumpff, Dr. Carl Hagemeyer und Dr. Andreas Sondermann (v. r.) vom Vorstand des Lions Clubs Olpe-Kurköln begrüßten die Vertreter der Kapellenvereine und überreichten ihnen die Schecks im Gesamtwert von 24 500 Euro. Foto: baka
„Wir fühlen uns sozialen und kulturellen Dingen in unserer Umgebung tief verpflichtet.“
 

baka ● Der Lions Club Olpe-Kurköln, der im Jahr 2004 aus dem 1960 gegründeten Club Olpe-Gummersbach hervorging, steht für die tatkräftige Unterstützung hilfsbedürftiger, sozialer und kultureller Projekte in der Region. Die Mitglieder, die vorwiegend aus Olpe, Drolshagen und Wenden kommen, sorgen durch regelmäßige „Activities“, sprich Veranstaltungen, für außerordentlich beeindruckende Spendeneinnahmen. Eine der traditionellen Activities ist seit Jahren der beliebte Adventskalender, der im vergangenem Jahr zum zehnten Mal erstanden werden konnte.
7000 Kalender waren schon kurz nach ihrem Erscheinen ausverkauft. Mit Hilfe von Gönnern und Sponsoren sorgten die Adventskalender bei vielen der Käuferinnen und Käufern, die kleine und große Preise gewinnen konnten, für große Begeisterung. Besonders groß war die Freude bei den Kapellenvereinen in der Umgebung, denn diesmal bekamen sie die großzügigen Spenden des Lions Clubs.
Zu der Spendenübergabe hatten der 1.Vizepräsident, Dr. Carl Hagemeyer, sowie Dr. Andreas Sondermann und Dirk Rumpff vom Vorstand in „Koch´s Hotel“ eingeladen. „Wir als Mitglieder widmen uns sozialen Problemfällen und mildtätigen Dingen, in diesem Jahr kümmern wir uns um die Kapellenvereine“, so Hagemeyer bei der Begrüßung. Dann übergab er das Wort an Dr. Andreas Sondermann, der betonte: „Die Spendenvergabe ist immer einer der schönsten Termine im Jahr. Dadurch, dass wir 7000 Kalender verkaufen konnten, können wir heute 24 500 Euroausschütten. Damit haben wir mittlerweile ein Spendenergebnis der letzten Jahre, das die 200 000-Euro-Grenze überschritten hat, nämlich genau 206 400 Euro. Wir fühlen uns sozialen und kulturellen Dingen in unserer Umgebung tief verpflichtet. Wenn man durch unsere herrliche Landschaft fährt, empfindet man es fast als Selbstverständlichkeit, dass dort die gepflegten Kapellen stehen. Dabei steckt hinter jedem der Gebäude hohes ehrenamtliches Engagement“, bedankte sich Sondermannbei den anwesenden Vertretern der Kapellenvereine, die dann ihre Spende entgegennehmen durften.
Zuerst bedankte sich Gretel Kemper im Namen der „Freunde der Rochus-Kapelle“. „Mich haben schon einige Besucher des Friedhofes angesprochen, ob es nichteine Möglichkeit gibt, Kerzen für Verstorbene aufzustellen, deren Gräber nicht mehr vorhanden sind, oder die im Krieg gefallen sind“, so Gretel Kemper. Aus diesem Grund wird für die Spende von 2000 Euro nun ein Gestell für mehrere Kerzen gebaut. Gretel Kemper bedauerte, dass von der Stadt keinerlei finanzielle Unterstützung für das Kleinod, das nach aufwendiger Renovierung und Verbannung des Holzwurms ein echtes Schmuckstück ist, bereitgestellt werde, denn die Rochus-Kapelle sei mit ihren über 350 Jahren das älteste noch erhaltene Bauwerk in der Stadt Olpe.
Die weiteren Kapellenvereine durften sich über jeweils 4500 Euro freuen. Martin Heer sprach für die „Freunde der Kreuzkapelle“. Bei der Jahrhunderte alten Kapelle am unteren Bratzkopf stehen einmalmehr umfangreiche Renovierungs arbeiten an. Die Außenfassade und das Dachmüssen bearbeitet werden, außerdem fallen die Lamellen aus den Holz fenstern. Das größte Problem stellt zurzeit der Turm dar. Nachdem, ebenfalls durch Spenden, ein Läutwerk eingebaut werden konnte, das täglich den „Engel des Herrn“ mit seinem Läuten kundtut, müssen nun die Auswirkungen der Schwingungen überprüft werden – solange schweigt die Glocke beim „Angelusläuten“.
Der evangelische Pfarrer i. R. Martin Kornfeld zeigte sich sehr erfreut über die Spende an den Kapellenbauverein Rothemühle, der seit über zehn Jahren die evangelische Kirche mit viel Engagement renoviert und erhält. Die großzügige Spende geht in die allgemeine Bewirtschaftung, und außerdem muss die Heizung erneuert werden.
Sie ist eines der Wahrzeichen vom Biggesee, die St.-Valentins Kapelle, die weithin sichtbar am Biggeufer steht. Johannes Valpertz von der Bürgerinitiative zur Instandsetzung und Betreuung der Kapelle freute sich sichtlich über die Spende. „Das Geld wird grundsätzlich zum Renovieren gebraucht, aber besonders unsere Außenanlagen sind ziemlich desolat. Sie müssen komplett erneuert, modernisiert und neugestaltet werden - und das ist mit Eigenleistung leider nur in geringen Maßen machbar“, so Valpertz.
Friedhelm Stamm von der Kapelle „Rosenkranzkönigin“ in Wenkhausen bedankte sich herzlich, denn die Spende ist hochwillkommen. Das Gebäude muss eingerüstet werden, da die Dachrinnenmarode sind, außerdem steht ein Außen anstrich an, und die Kapellenfenster sollen geschützt werden.
Ähnlich groß sind die geplanten Arbeiten an der Kapelle „Maria Geburt“ in Hützemert, wie Otmar Bieker erläuterte. Da das kleine Gotteshaus unter Denkmalschutzsteht, können trotz allem Engagement keine selbstständigen Arbeiten geleistet werden, so muss für den Außenputz das gleiche Material wie vor hunderten von Jahren genutzt werden, welches extrem teuer ist und wofür langwierige Planungen notwendig sind. Für die willkommene Spende wird der etwas steile Aufgang mit einem Geländer versehen, damit auch ältere und gehbehinderte Menschen ohne Probleme die Kapelle besuchen können. Zudem wird das Podest und die Eingangstür erneuert.
Dr. Andreas Sondermann dankte allen Unternehmern, Handwerkern und Privatpersonen für die Unterstützung der Adventskalender und versicherte, dass schon jetzt die ersten Überlegungen für den elften Kalender in der Planung sind.